Head mit Logo
Deutsch | English
AKTUELL
MORBUS BASEDOW
Symptome
Geschichte
Vorkommen
Ursachen
Augenbeteiligung
Therapien
EUGOGO
PUBLIKATIONEN
TEAM
ÄRZTE
LINKS
KONTAKT
AGB
ADMEDICO
Augenzentrum AG
Fährweg 10
CH-4600 Olten
beim Kantonsspital
Haus M/Eingang West/1.OG
Tel. +41 62 206 87 37
Fax +41 62 206 87 38
Mail
info@basedow.ch

Diabetes und Schilddrüsenerkrankung

Relativ häufig kommt es beim jugendlichen Diabetes (Typ 1 Diabetes oder primär insulinpflichtiger Diabetes) zu einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung. Dabei besteht meist zuerst der Diabetes und nach einem Intervall von unter Umständen mehreren Jahren tritt dann auch die Schilddrüsenerkrankung auf. Bei vorbestehender Autoimmunkrankheit der Schilddrüse tritt dagegen eher selten ein Diabetes auf. Da etwa 10–15% aller Typ 1 Diabetiker im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Autoimmunthyreoiditis entwickeln, scheint eine Routineuntersuchung aller Typ 1 Diabetiker auf Schilddrüsenantikörper überlegenswert. Zusätzliche Störungen des Zuckerstoffwechsels werden bei Basedowpatientinnen und -Patienten berichtet, ohne dass dabei auch ein Diabetes vorliegt. Häufig kommt es dabei nach reichhaltigen Mahlzeiten zu Unterzuckerungen infolge einer übermässigen Insulinausschüttung.

!Wichtig: Die Symptome selbst erkennen!

An Morbus Basedow erkrankte Menschen müssen lernen, ihren Körper genau zu beobachten. Veränderungen können Hinweise für eine unzureichende hormonelle Einstellung sein. In einigen Fällen können sich durch neue Beschwerden weitere Autoimmunstörungen bemerkbar machen. Regelmässige Kontrollen von Gewicht, Blutdruck und Pulsfrequenz (mit handelsüblichen guten Blutdruckmessgeräten möglich), notieren der gemessenen Werte, sowie der Schilddrüsenwerte (fT3, evtl. T3, fT4, TSH, TRAK und TPO, evtl. auch TG-Ak) sollten zur Routine werden. Bei leichten Verläufen ohne Probleme sind diese Messungen nicht unbedingt alle erforderlich. Trotz aller Kontrollen sollten die Erkrankten nicht ängstlich werden oder gar in Panik geraten. Dies ist angesichts der Situation in der sich die Betroffenen befinden jedoch nicht immer einfach. Nicht durch ängstliche Beobachtung des Körpers die Lebensfreude schwinden zu lassen und trotzdem körperlichen Veränderungen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken ist meist sehr schwer. Bei adäquater Behandlung und guter Betreuung können viele Erkrankte trotzdem weitgehend beschwerdefrei leben. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das soziale Umfeld. Basedowpatientinnen und -Patienten brauchen kein Mitleid, sondern Verständnis, Respekt und Rücksichtnahme, sowie eine durchwegs positive emotionale Zuwendung zu Hause, in der Freizeit und am Arbeitsplatz. Den betreuenden Ärzten kommt dabei eine ganz zentrale Rolle zu. Sie sollen mit Einfühlungsvermögen, Geduld, Verständnis und grossem Spezialwissen, sowie positiver emotionaler Zuwendung die Patientinnen und Patienten auf dem gemeinsamen, schweren Weg begleiten. Die Patientinnen und Patienten sollten indessen in Ihren Rechten eine Zweitmeinung (2nd Opinion) beim Spezialisten einzuholen, oder notfalls den Arzt zu wechseln durchaus bestärkt werden, falls keine ausreichende Vertrauensbasis (mehr) gegeben sein sollte.